Alte Herren erkunden das Umland im Ruhrgebiet

Alte Herren entdecken das Umland mit dem Fahrrad

Am Freitag machten sich 9 „Alte Herren“ mit dem Fahrrad und Gepäck für ein Wochenende auf dem Weg von der Schlossbrücke in Wickrath zum HBF in Mönchengladbach.

Im HBF Mönchengladbach wurde die Fahrradtour durch eine Zugetappe nah Schwerte unterbrochen. In Schwerte übernahm unser Tour – Guide die Führung und lenkte uns den Ruhrradwanderweg entlang der Ruhr in Richtung Hattingen. Auf Grund der feuchten klimatischen Bedingungen hatten fast alle Regenreifen aufgezogen. Ein ganz verwegener versuchte es mit Slicks und musste in einer Kurve die Lehre daraus ziehen. Gestärkt durch Cains liebevoll hergerichteter Wegzehrung erreichten wir die Zeche Nachtigall. Hier erwartete uns eine sachkundige Führung bevor wir weiter nach Hattingen radelten.

Nachdem wir in Hattingen unser Nachtquartier eingenommen hatten, besuchten wir die Altstadt mit ihren engen Gassen. Den Abend ließen wir im neueröffneten Lokal gegenüber unserer Unkunft ausklingen. Einhellig kamen wir zu der Überzeugung, dass es nicht die letzte Neueröffnung des Lokals war.

Der nächste Tag startete mit einem liebevoll hergerichteten Frühstück und dem Warten auf unsere Beiden, denen die erste Etappe zu anstrengend erschien. Nach der Ankunft und dem ersten Gedankenaustausch radelten wir zur nahegelegenen Heinrichshütte. Hier wurden uns der Aufbau, die Funktion und der Ablauf eines Hochofens sowie die Gewinnung von Stahl auf eine eindrucksvolle und kurzweilige Art vermittelt. Markante Wissenslücken (Stichloch … maschine, usw.) wurden auf eine interessante Weise geschlossen. Nach dem Vortrag fuhren wir weiter entlang der Ruhr in Richtung Essen. Kurz vor dem Ziel machten wir noch einen Abstecher zum Baldenay See, in der Hoffnung, das Finale der Drachenbootregatta zu erleben. Zu spät  –  leider verpasst. Markus unser heimlich eingeschleuster Insider und Teilnehmer auf einem der RWE – Boote erzählte uns in empirischer Breite untermalt durch Gesten von Kerstin, den Verlauf und dass sie als bestes deutsches Boot aus dem Wettkampf hervorgegangen waren.

Nun galt es noch die letzte Etappe zu unserer Unterkunft zu bestreiten. Navi gegen Insiderwissen. Das Navi Team siegte trotz heftiger Gegenwehr nach einer anstrengenden Bergetappe. Diese Bergetappe sollte nicht ohne Folgen bleiben, doch mehr dazu am Sonntag. Das vorgebuchte Lokal für den Abend erreichten wir mit mehreren Taxen, deren Fahrer in ihrer Ortskenntnis unterschiedliche Erfahrungen aufwiesen. Nach einem gelungenen Abendessen bei ausgelassner Stimmung, gespickt mit den Ansichten des Ortsfürsten der CDU, endete der Abend an unserer Unterkunft für einige mit der Kontaktaufnahme der Hundeflüsterin auf der Terasse.

Sonntag, die letzte Etappe. Nach dem Frühstück und einer riskanten Bergabfahrt trennte sich ein Oldie am Bahnhof von der Truppe, weil sein muskuläres Getriebe die letzte Etappe nicht mehr bewältigen konnte. Die Anderen machten sich auf den landschaftlich schön gelegenen Ruhrradweg entlang der Ruhr in Richtung Villa Hügel. Auf Grund der hohen von Betzky vorgelegten Schlagzahl, trafen wir viel zu früh ein und mussten die Zeit mit einer Gerstenkaltschalte überbrücken, bis uns die Villa Hügel im Rahmen einer Führung auf eindrucksvolle Art und Weise näher gebracht wurde. Nach dem kulturellen Teil lockte das griechische Lokal am Fuße der Villa, bevor wir mit dem Zug bis Korschenbroich reisten. Von hier aus bestritten wir den Rest der Tour mit dem Fahrrad unterbrochen durch einen kurzen intensive Aufenthalt in Boltens Biergarten.

Trotz leichter Blessuren waren sich alle einig, dass eine solche Tour wiederholt werden muss.